Local Dance (3): Uta Fesser-Ahrendt

Local Dance – Auf der Suche nach tänzerischen Fußabdrücken

Diese Kategorie steht ganz im Zeichen von Begegnung & Bewegung, denn hier möchte ich mir bekannte und (noch) unbekannte Menschen aus Leipzig und anderswo vorstellen, die auf ihre ganz persönliche Art & Weise einen tänzerischen Fußabdruck in den Weiten der fortwährenden Tanzwelt hinterlassen.

HEUTE: Uta Fesser-Ahrendt

 

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Uta, Jahrgang 1978, ist aufgewachsen in Jena und lebt seit nunmehr 18 Jahren in Leipzig. Sie ist eine warmherzige und empathische Frau, die vieles bewegt und entdeckerfreudig durch das Leben geht. Während unseres herbstlichen Fotoshootings im Clara-Park und dem kürzlich stattgefundenen Gespräch im Leipziger „Pilot“ haben wir viele Worte hin- und hergeschoben und natürlich auch viel gelacht.

Nachfolgend findet ihr das ausführlich zu „Netzpapier“ gebrachte Interview:

Der Name Uta bedeutet im übertragenden Sinne „Die Reiche“. In welcher Hinsicht würdest du dich als „besitzend“ beschreiben?

In materieller Hinsicht gar nicht, da besitze ich nicht viel. Aber ich würde mich als reich an Neugierde und an der Fähigkeit, mich auch an kleinen Dingen zu freuen, bezeichnen. Zum Beispiel über so einen Sonnenglitzertag oder über Begegnungen mit lieben Menschen. Und dass ich das alles aufsaugen kann, das stellt meinen Schatz dar.

Du hast mir vor kurzem mal erzählt, dass du nach der bedeutendsten Stifterfigur im Naumburger Dom, der „Heiligen Uta von Ballenstedt“ benannt bist und du es als Kind geliebt hast, deine Namensvetterin bei Besuchen vor Ort zu betrachten. Bei meinen Vorrecherchen zu diesem Interview habe ich gelesen, dass Umberto Eco in „Die Geschichte der Schönheit“ schreibt: „Wenn Sie mich fragen, mit welcher Frau in der Geschichte der Kunst ich essen gehen und einen Abend verbringen würde, wäre da zuerst Uta von Naumburg“.[1] Abgesehen davon, dass diese meisterliche Figur wirklich eine ausnehmend zeitlose Schönheit besitzt, was bedeutet Schönheit für dich? Und gibt es Parallelen zum Tanz?

Schönheit ist für mich, wenn – und da kommt der Tanz eigentlich ziemlich schnell – der Tänzer oder die Tänzerin ganz bei sich ist. Als Ausdruck von: Ich bin in meiner Wahrnehmung, in meiner Kraft und in meiner Lebendigkeit. Man sieht Menschen an, wenn sie bei ihrem Kern sind und das ausdrücken können. Insofern finde ich, dass jeder Mensch schön ist, wenn er in diesem Moment ist. Ansonsten hat Schönheit für mich auch etwa sehr Lebendiges – wie etwa ein Sonnenglitzern, ein See im Sommer, ein Schneefeld oder ein auf dem Berg stehen und in die Ferne schauen ….

web01-DSC00111-Verspielt-im-Blattwerk

Verspielt

Kannst du dich erinnern, wann dich der Tanz das erste Mal so richtig berührt hat? Gibt es vielleicht eine kleine Geschichte hierzu?

Richtig berührt hat er mich auf meinem ersten Besuch beim Folkfestival in Rudolstadt 1994 mit meiner besten Freundin Edith. Wir haben den ganzen Tag bei größter Hitze die Atmosphäre aufgesogen und sind immer wieder in die Brunnen gesprungen, um dann in der Nacht ausgelassen im Park zu tanzen. So vieles lag vor uns und wir waren ganz bei uns.

Schon als Kind gab es die Sehnsucht nach solchen Momenten, in denen ich mich über Bewegung und Tanz ausdrücken kann. Ich war eher ein auf Bäume-Klettern-, Hinfall- und Knieaufschlagtyp und habe sie so körperlich wahrgenommen, jedoch nicht innerlich erlebt. Insofern waren da wohl schon immer diese Sehnsuchtsmomente in meinem Kopf und das hat mich später dahin gebracht, den Tanzweg einzuschlagen.

Du agierst seit einem Jahr in der Selbständigkeit  – auch, aber nicht nur in Sachen (therapeutischer) Tanz. Von welchem Punkt in deinem Leben aus bist du für deinen „Tanz des Lebens“ gestartet. Und was hat dich (wieder) näher an den bzw. zum Tanz gebracht?

Ja da ist sie wieder – die Sehnsucht. Ich glaube, sie hat mich lange Zeit begleitet und mich – in einer persönlichen Umbruchsituation – zu einem Punkt im Leben geführt, wo ich mir gesagt habe: Irgendwie ist da noch was anderes. Ich fing an, mehr nach dem zu forschen und da war der Tanz ganz schnell wieder da. Der hatte sich vorher schon immer mal wieder kurz gezeigt und die Sehnsucht verstärkt. Und so fing ich wieder an zu tanzen und verschiedene Sachen auszuprobieren.

Über das Tanzen begann ich zu verarbeiten, entdeckte mich neu, nahm mich anders wahr und spürte, dass ich auch eine andere Körperlichkeit haben kann. Naja und das ganze hat sich dann immer weiter ausgebreitet, so dass ich dachte: Das ist jetzt was, womit ich mein Leben noch weiter erfüllen will, auch beruflich. Ich hätte ja auch bei meinem Job bleiben und nebenbei tanzen können. Aber da waren diese Unzufriedenheit und das Gefühl, dass ich – bei dem, was ich beruflich gemacht habe – nicht alle meine Stärken und mich selbst nicht wirklich ausdrücken kann.

Und da das Tanzen bei mir soviel verändert und in Bewegung gebracht hat, wollte ich mich mehr damit beschäftigen, wie ich dies auch anderen Menschen ermöglichen kann. So begann ich die Ausbildung zur „Integrativen Tanztherapeutin“ DGT (Deutsche Gesellschaft für Tanztherapie e.V.) und bot vor knapp zwei Jahren meinen ersten Tanz-Workshop an. Das ganze zunächst neben meinem regulären Job, den ich dann aber im Dezember 2016 kündigte, um mich mit voller Aufmerksamkeit der tanztherapeutischen Arbeit widmen zu können.

web04-DSC00229-Abgetaucht

Abgetaucht

Kommen wir zu einer besonderen Thematik – der Seelen-Last nachwachsender Generationen bzw. die Verstrickung der eigenen Biografie mit lang zurückliegenden (Kriegs)Ereignissen in der Familienhistorie. Sie wurde vor einigen Jahren, u.a. durch die Buchwerke von Sabine Bode („Die vergessene Generation“, „Nachkriegskinder“, „Kriegsenkel“) aus dem Schatten-Dasein geholt. Wie hat dich diese Thematik gefunden und inwieweit findet sie Eingang in deine tänzerische Begegnungsarbeit?

Als ich angefangen habe, mich mehr mit mir, meinem Körper und meiner Geschichte zu beschäftigen, ist mir bewusst geworden, dass es Dinge gibt, die über Generationen hinweg nicht ausgesprochen und nicht bearbeitet wurden. Mir wurde klar, dass ich selbst bereits viele Dinge übernommen, ich sozusagen die Koffer der vorangegangenen Generationen ungeöffnet weitergegeben bekommen habe. Das fand ich sehr spannend. In meinen Workshops sind solche Themen nicht umfassend zu bearbeiten, aber was auf alle Fälle passiert ist, dass wir einen Kontakt bzw. einen Zugang hierzu bekommen. Mit Anteilen – ob Generationen übergreifend oder den eigenen – tanztherapeutisch zu arbeiten ist deshalb auch etwas, womit ich mich künftig noch mehr beschäftigen möchte.

Was bedeutet Spiritualität für dich?

Eine schöne Frage ;-). Es bedeutet für mich, dass es Dinge gibt, die ich nicht erklären kann, die ich aber auch nicht erklären muss. Ich glaube, dass es einen großen Zusammenhang gibt: Etwas, das uns alle zusammen hält. Ich finde, es hat manchmal was ganz Entlastendes zu sagen, dass die Dinge so sein sollen wie sie sind. Nicht als Entschuldigung dafür, es nicht zu machen, sondern eher daran zu glauben, dass wir alle Unterstützung erfahren auf unserem Weg.

Ich glaube auf jeden Fall daran, dass wir nicht nur schnöde einfach aus Körpern bestehen, die diese Welt irgendwie nach bestem Wissen und Gewissen bevölkern, sondern dass es auch zwischen uns verbindende Energien gibt, die wir nicht benennen können. Das spüre ich, dass ist wahrnehmbar und nicht unbedingt erklärbar.

web02-DSC00185-Von-Angesicht-zu-Angesicht

Von Angesicht zu Angesicht

Gibt es Orte, denen du dich im Besonderen verbunden fühlst?

Es ist auf jeden Fall die Natur. Und da nachhaltig die Erfahrungen, die ich während meiner sechswöchigen Reise in Norwegen gemacht habe, weil es dort einfach Einsamkeit gibt. Ich habe schon eine große Faszination für weite, menschenleere Landschaften und für wirkliche Stille in der Natur. Das ermöglicht es mir, tatsächlich spüren zu können. Es gibt dann einfach keine Ablenkung mehr und es geht um nichts anderes als um das pure Sein. Zudem macht es ganz viel mit mir, wenn ich einen freien Blick (von einem Berg aus) habe. Als wenn ich mich dort oben stehend anders einsortiere in diese Welt …

web03-DSC00194-Naturverbunden

Naturverbunden

Im Spätsommer 2017 hast du dich für drei Wochen zum Paddeln auf die Elbe (von der deutsch-tschechischen Grenze bis nach Havelberg) begeben. Wie hat es sich in diesen Tagen angefühlt, auf diesem langen, Länder verbindenden Fluss zu sein?

Ganz großartig. Ich war vor kurzem nochmal an der Elbe und da habe ich sie begrüßt wie so eine alte Freundin. Die Tour hat im Verlauf etwas ganz Symbiotisches gekriegt – dieses sich den ganzen Tag über auf der Elbe fortbewegen. Das hatte zugleich auch ein bisschen was Apokalyptisches, da nur wenige Menschen (wenn zumeist an Land) zu sehen waren. Das Wahrnehmen des langsam dahin mäandernden Flusses, der vorbei gleitenden Böschungen und der am Ufer stehenden Tiere. Du bewegst dich ja eigentlich durch bewohnte Gegenden (zumindest randseitig), aber davon bekommst du nichts mit. Die Republik hätte gestürzt werden können … und es wäre an mir vorbeigegangen …

Und dann der Blick: Dieses Blau und dieses Grün der Landschaft fällt so in deine Augen hinein. Das hat was unglaublich Meditatives, zumal ja auch kein Ziel zu erreichen war. Sich einfach treiben lassen …. Man wird bewegt, auch wenn man nichts tut.

Hat dich die Elbe während dessen und nachhaltig auf eine besondere Art und Weise inspiriert?

Der Fluss ist ein tolles Symbol für Langsamkeit, obwohl er ja relativ schnell fließt. Es war nicht wichtig, irgendetwas (an Land) zu entdecken, sondern es ging darum, mich dem Fluss hinzugeben und einfachen Tagesritualen zu folgen: Morgens ins Boot einsteigen, weiter flussabwärts reisen, abends aussteigen, mein Lager aufbauen und Essen machen. Ich kam mir wirklich vor wie Robinson: Bombenwetter, drei Wochen barfuss, kurze Hosen und jeden Tag in der Elbe baden. Dazu Tierbegegnungen, u.a. mit Wildschweinen und ganz vielen Vögeln wie Graureiher, Storch, Adler und Bussard. Das war wirklich toll. Die haben mich die ganze Zeit über so begleitet.

filmstreifen-elbe-web

Unterwegs auf der Elbe (Fotos: privat)

450 zurückgelegte Elbkilometer als naturverbundene „Paddelschwingerin“, dafür braucht man u.a. auch einen festen Griff. Du hast mir mal erzählt, dass du es liebst, mit den Händen zu arbeiten. Wobei gehst du diesem Verlangen nach und was genau machen diese händischen Momente für dich aus?

Ich bin ein Mensch, der viele Dinge tatsächlich über das Machen mit den Händen begreift. Deshalb habe ich auch soviel Spaß daran, Holz zu verarbeiten oder in meinem Garten Dinge zu bauen. Oder auch an der Nähmaschine zu sitzen und Sachen zu nähen oder Wolle zu spinnen und die zu verarbeiten. Es ist dieses verstehen, wie etwas funktioniert und gleichzeitig Spaß daran zu haben, es auszuprobieren und zu machen. Etwas mit meinen Händen entstehen zu lassen bzw. zu bauen, hat was unglaublich Befriedigendes und bedeutet für mich auch ein Stück weit Unabhängigkeit.

Ich habe vor kurzem einen gemeinsam von dir und Anja Voigt angeleiteten, wunderbar spielerischen Tanz- und Bewegungsworkshop-Tag aus der Reihe „Tanz dich!“ in der Etage Leipzig besucht. Während einer der Pausen zog ein Flyer zum Thema „Freude am Schatten“ unser beider Aufmerksamkeit auf sich. Wie stehst du zu den „Schattenseiten“?

Ich finde es wichtig, die eigenen Schatten zu kennen und sie sich anzuschauen. Sie können ja auch ganz spannend sein. Wir brauchen aber auch die Ressourcen, um damit umgehen zu können. Wir focussieren uns sehr oft nur auf das Licht, was ja auch ganz wunderbar ist, aber das ist einfach nur die Hälfte vom Leben. Der Schatten ist ein sehr wichtiger Teil von uns, aber ich verstehe auch die Vorsichtigkeit ihm gegenüber.

web05-DSC00249-Vertieft-ins-Spüren

Vertieft

Ich habe dich – wie meine erste Interviewpartnerin Monika – 2014 im Rahmen des Tanzkurses „Körperarbeit & Improvisation“ (Kursleiterin: Claire Wolff) an der Tanz-Zentrale Leipzig kennengelernt, den du nach wie vor besuchst. Was fasziniert dich an diesem Kurs?

Ich finde ja, dass Claire dort zaubert. Und das jedes Mal aufs Neue. Es gibt so einen festen Impro-Kern, aber es kommen häufig auch wieder Andere hinzu, so dass immer eine ganz neue Atmosphäre entsteht. Diese anderthalb Stunden ausprobieren und in Kontakt gehen mit mir und den Anderen lässt einen tollen Forschungs-, aber auch einen unglaublichen Sinnes- und Wahrnehmungsraum entstehen, den ich nicht missen möchte. Das fühlt sich für mich an wie ein Labor, wo viele Dinge möglich sind.

Für welche Tanzstile bzw. -richtungen schlägt dein Herz überdies?

Na, momentan fühle ich mich schon in der Improvisation am meisten zuhause. Ich bin auch gern bei der Contact improvisation und habe schon häufiger Authentic Movement ausprobiert. Darüber hinaus habe ich innerhalb der Ausbildung viele Richtungen kennengelernt. Vertiefend möchte ich noch weitere Tanzstile ausprobieren. Ganz bald steht Tango auf dem Plan. 

web06-DSC00258-Magische-Hand

Magische Hand

Wenn du es dir frank & frei aussuchen könntest: An welchem Ort auf dieser Welt würdest du gern einmal tanzen?

Unbedingt im Saltfjellet in Norwegen, auf dem Weg von Bukkhaugbua nach Beiarstua. Einfach von einer Hütte aus nach oben wandern und auf dem Plateau tanzen … Und das allertollste wäre, wenn Mari Boine (Tanzvideo) dazu singen würde ….

Seit Juni 2017 lädst du zweimal im Monat jeweils am Freitagabend zum „TanzDeinewellen“ ein. Wie würdest du in knapper Würze das dortige Tanzgeschehen beschreiben?

Auch jedes Mal anders, weil es durch die Energien der verschiedenen Menschen, die gerade da sind, entsteht. Die „TanzDeinewellen“ sind angelehnt an die fünf Rhythmen von Gabrielle Roth und eröffnen über zwei Stunden die Möglichkeit, in Kontakt mit sich zu kommen und sich auszuprobieren. Man kann sich von der Musik durch die verschiedenen Phasen tragen lassen und für sich entdecken, was heute das Thema ist. Einfach forschen, in die Bewegung gehen und durch die Bewegung ausdrücken, was sich gerade zeigen will.

web07-DSC00305-In-der-Größe

In der Größe

Neben den anwesenden Tänzer*innen ist ein tragendes Moment deiner Tanzwellen die Musik, die auch immer wieder anders ist. Wie kommst du zu seinen Musikstücken?

Da habe ich mittlerweile ein großes Repertoire. Die Musikzusammenstellung entsteht intuitiv, so ein, zwei Tage vorher aus dem heraus, was gerade passt. Es ist nichts Systematisches. Dabei kann die Musik auch mal brechen oder nicht gefallen. Die Musik soll inspirieren und manchmal ist es auch gut, wenn sie irritiert. Der spannende Punkt ist dann, wie gehe ich damit um? Leiste ich Widerstand oder gehe ich rein, nehme das so, wie es gerade ist und setze mich damit auseinander.

Deine „Tanzwellen“ sowie Tanz- und Bewegungsworkshops haben ja nun schon eine kleine Ausrichtungshistorie. Was berührt dich an dieser Raumgebung für Tanzende besonders?

Ich glaube, dass wir alle das Bedürfnis haben, uns über unseren Körper auszudrücken und zu entdecken. Für mich ist es wirklich faszinierend zu sehen, was mit den Menschen nach zwei Stunden Tanzwellen oder mehreren Stunden Tanz-Workshop passiert. Wieviel klarer und authentischer sie danach aussehen. Mir geht es nicht darum, eine Technik zu vermitteln, nicht um Formen. Jeder hat seine eigene Form. Mir geht es darum, über den Tanz den Zugang zu den eigenen Gefühlen, Bewegungen und Bedürfnissen zu finden. Und dafür gibt es offensichtlich einen großen Bedarf.

Ich schaffe eine äußere Hülle, in der sich jeder seinen Raum nehmen kann. In diesem Raum kannst du dich auf die Anderen beziehen, Blicke und Bewegungen wahrnehmen und die Energien unter den Tänzern spüren. Das hat immer was Bereicherndes oder was Irritierendes, auf alle Fälle immer etwas, womit wir arbeiten können.

Zu dir gehört ein kleines Tattoo. Magst du erzählen, was es damit auf sich hat bzw. wofür es steht?

Es ist das Zeichen für ein „und“, welches im Zuge meiner Entwicklung entstand. Ich habe lange Zeit meines Lebens ein Bild von mir gehabt, was bzw. wer ich bin, doch irgendwann brach das langsam auf, was vielleicht auch mit dem Tanzen und der Bewegung zu tun hatte. Das „und“ erinnert mich jeden Tag daran, dass ich nicht nur die eine Uta bin, sondern dass ich viele Seiten habe, die ganz, ganz unterschiedlich sein können und die auch sein dürfen. Für mich liegt in diesem Tattoo soviel drin – es hat zum einen etwas ganz Kraftvolles, aber auch was ganz Zartes & Weiches.

web08-DSC00309-Feinstofflich-klein

Feinstofflich klein

Last but not least. Diese Frage mag ich irgendwie besonders ;-). Wann und wo hast du das letzte Mal im Regen getanzt?

Das war bei einem Seminartreffen im Zuge der Tanztherapieausbildung in Berlin. Wir hatten 5 Tage Ausbildung hinter uns und waren guter Dinge. Es fing an zu regnen und ich dachte „Oh, ich will jetzt unbedingt tanzen“. Ich habe kurz eine Kollegin angeschaut, „ja, los komm’“ gerufen und dann sind wir gemeinsam nach unten, in einen schönen alten Kreuzberger Hinterhof gerannt, haben uns unsere T-Shirts vom Leib gerissen und barfuss im Regen getanzt. Es war großartig … Im Regen zu tanzen hat was ganz pures …

web09-DSC00209-Aus-dem-Herzen

Aus vollem Herzen

 HERZlichen Dank, liebe Uta, für das bezaubernde Interview!

 

Quellen:
[1] Holger Kunde: Der Dom zu Naumburg. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, S. 26.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s