Local Dance (1)

Local Dance – Auf der Suche nach tänzerischen Fußabdrücken

Diese Kategorie steht ganz im Zeichen von Begegnung & Bewegung, denn hier möchte ich mir bekannte und (noch) unbekannte Menschen aus Leipzig und anderswo vorstellen, die auf ihre ganz persönliche Art & Weise einen tänzerischen Fußabdruck in den Weiten der fortwährenden Tanzwelt hinterlassen. Und wenn die Porträtierte spontan einem tänzerischen Bewegungsimpuls folgt, um so schöner …

Heute: Monika

Monika ist Jahrgang 1964, lebt in Leipzig und beschreibt sich in ihrer Berufung als LEBENSKÜNSTLERIN.

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Ihr Lebensmotto:

Es gibt immer einen Weg.

Es kommt wie es gut für mich ist.

 

Gehst du regelmäßig tanzen und wenn ja, wo bzw. in welchen stilistischen Kurs?

Ja, zum Improvisations- und Körperarbeitskurs in die Tanz-Zentrale Leipzig.

Warum hast du dich für diese Tanzrichtung entschieden?

Weil ich die größtmögliche Freiheit in der Bewegung haben möchte.

Wie ist deine Verbindung zum Tanzen?

Ich habe einfach schon immer gern getanzt. Zu Familienfesten Rock ’n’ Roll mit den Onkels und angeheirateten Schwagern, zu Mittelalterfesten, in der Disco usw.

Wie bist du zum Tanzen gekommen?

Zum Improvisationskurs bin ich gekommen, weil ich nach Jahren des (beweglichen) Stillstandes wieder Bewegung brauchte. Erst hatte ich an Gesellschaftstanz gedacht. Aber ich hatte keinen Partner und spürte auch, dass es das nicht wirklich ist. Eines Tages stand ein Mann vor der Haustür, der ins Haus wollte, um Flyer zu verteilen. Ich ließ ihn an die Briefkästen und er drückte mir einen Flyer in die Hand. Fragte noch nach meinem Namen, um ihn mir nicht doppelt zu geben. Ja und an meinem Briefkasten steht „keine Werbung“, woraufhin er meinte, dass er da auch keinen Flyer eingeworfen hätte. Es kommt eben doch so, wie es gut für mich ist. Jedenfalls las ich den Flyer und war am meisten angesprochen vom Improvisationskurs, den ich dann auch ausprobierte.

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Spontanes Tanz-Video (aufgenommen im September 2017)

Was bedeutet das Tanzen für dich?

Lebendig sein.

Mich zu bewegen.

Mich und andere wahrnehmen.

Energien spüren.

An welchem Ort tanzt du am liebsten?

Im Moment in der Tanz-Zentrale Leipzig.

Wenn du es dir frank & frei aussuchen könntest: An welchem Ort auf dieser Welt würdest du gern einmal tanzen?

Ich weiß es nicht – ausprobieren.

Für welche Tanzstile schlägt – neben dem o.g. – dein Herz noch so?

Vielleicht Tango, Paartanz verschiedener Stile. Das schaut sich so gut an und hat mit aufeinander eingehen, sich führen lassen usw. zu tun.

Gibt es einen Tanzstil bzw. eine Strömung im Tanz, die du dir gerne noch „einverleiben“ möchtest?

Nein, ansehen gerne, aber selber erlernen nicht.

Gibt es dafür einen besonderen Grund?

Ich bin – glaube ich – zu freiheitsliebend und es ist mir zu anstrengend Schritte, die vorgegeben sind, einzuüben. Und für manche Dinge bin ich schlichtweg zu alt.

Wann hast du das letzte Mal im Regen getanzt?

1992 – auf einem Zweimaster auf der Weser.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Improvisierst du gern (im Leben)?

Gerne nicht gerade, aber ich glaube, es gehört zu meinem Leben dazu, immer plötzlich vor Aufgaben gestellt zu werden, wo ich improvisieren muss.

Wie äußert sich das bei dir?

Manchmal ist die Anspannung dann sehr hoch und die Unsicherheit auch. Aber es ist lebendig und macht am Ende doch Freude.

Herzlichen Dank. liebe Monika, für das Interview!

 

Post Scriptum

Die Idee für das Projekt „Local Dance – Auf der Suche nach tänzerischen Fußabdrücken“ existiert schon seit einer geraumen Weile in meinem Kopf. Aber wie das so im Leben ist: Gut Ding will eben Weile haben.

Monika lernte ich im Spätsommer 2014 – während der ersten Stunde im Tanzkurs „Improvisation und Körperarbeit“ – an der Tanz-Zentrale Leipzig kennen. Über die Jahre hinweg haben wir viel voneinander erfahren und ich schätze ihre ruhige, nachdenkliche und auf den Punkt bringende Art. Auch durch Monika blieb ich – trotz aller eigenen „schweinehundigen“ Aufschiebungsgründe – immer mit meiner Idee verbunden. Deshalb freut es mich besonders, dass sie den Auftakt zu meiner neuen Porträtreihe macht.

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Selbstporträt (Foto: privat)

Monika zeichnet, malt, tanzt, experimentiert und ist doch vor allem eins: Eine ausdauernde Schreiberin. Beharrlich, als würde sie von einem inneren Kompass geleitet, widmet sie sich – zumeist mit Bleistift oder Füller, seltener am Computer – der Bedeutung ihres Daseins. Mit all seinen Freuden und Schwierigkeiten, mit all seinen Höhen und Tiefen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres hatte sich Monika intensiv mit dem Tanz und seiner Bedeutung für ihr Leben auseinandergesetzt und ihre Gedanken zu Papier gebracht. Für das Tanzporträt stellte sie uns ihre authentischen und sehr offenen Zeilen, die ihr hier einsehen könnt, zur Verfügung.

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