Über mich

Dans er lífið [isländ.]TANZ ist LEBEN. Diese kreative und zugleich zutiefst körperliche Ausdrucksform des Menschen gesellte sich vor einigen Jahren wieder unverhofft in mein Leben. Als Kind hatte ich mich eine Zeit lang am Volkstanz-Treiben im Schweriner Pionierhaus erfreut. Mit 10 tauschte ich das artig schwingende Tanzbein gegen den flink zu werfenden Handball ein. Allerdings schien das angesagte lauf- und kraftstärkende Training mehr meine Ausdauer, denn meine Fähigkeiten als spielentscheidende Linkshänderin zu fördern. Wohl auch deshalb blieb es nicht aus, dass man mich 1981 – im Rahmen eines Schulsportfestes der Stadt – überraschenderweise als leichtfüssige Langstreckenläuferin entdeckte. Von da an war der Leistungssport für viele Jahre mein körperlicher (Willens)Ausdruck des „Zuhause-Seins“.

Nach bewegten Ausbildungs- und Erlebensjahren an der Waterkant trieb mich der Lebenswind 2010 nach Leipzig, aber auch hier brauchte es noch einige Jahre, ehe die „Tanzmuse“ mich wieder wach küsste. 2014 – im Zuge eines Gastspiels des israelischen Choreographen Ohad Naharin an der Leipziger Oper – gab es die Möglichkeit, unter Obhut seines Assistenten die eigens von ihm entwickelte „Gaga-Technik“ in „life“ auszuprobieren. Die Tanzstunde im spiegelverdeckten Ballettsaal des Opernhauses, zu der sich eine Vielzahl an Leipzigern unterschiedlichen Alters einfand, war eine tiefgreifende Erfahrung für mich. In dieser Bewegungsart, geführt von inneren Bildern, den suchenden Möglichkeiten des Körpers und getrieben von der eigenen anfeuernden Energie zu tanzen, fühlte ich mich sehr zu Hause.

Initiiert von diesem bodyalen Glückserlebnis absolvierte ich zunächst einen einwöchigen GAGA-Sommerkurs in Berlin. Danach stand unumstößlich fest: Ich musste unbedingt etwas Ähnliches hier in Leipzig zu finden! Dass mir dann im Spätsommer 2014 die in Plagwitz liegende und damals gerade neu eröffnete „Tanz-Zentrale Leipzig“ mit ihrem Angebot „Körperarbeit & Improvisation“ in die Quere kam, war dann wohl mehr als eine glückliche Fügung.

Seither besuche ich regelmäßig diesen immer wieder mit kleinen Überraschungen gespickten Kurs, lasse mich von Trainern, Auszubildenden und Mittanzenden gleichermaßen inspirieren und genieße es einfach – für anderthalb Stunden in der Woche in diesem ganz besonderen Fluss des Lebens zu SEIN.

Advertisements