Ahoi: Geschichte!

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Tänzerin Ina Rayher (2020, photo: Annett Walter)

Nach 14 Wochen eingelegter Schreibpause auf DANSERLIF stand ich heute morgen auf und verspürte das Gefühl, genau an diesem Sonntag wieder ins Blog-Geschehen einsteigen zu wollen. Ein bisschen fühlte es sich an, als würde man auf einem Dreimaster, der monatelang auf tosender See dahin getingelt war, wieder in seinen Heimathafen einkehren.

Einen besonderen Handlungsgrund für den Re-Start gab es eigentlich nicht. Doch bei genauerem Hinschauen vielleicht den: Dass ich zunehmend und ebenso mit einer gewissen Form von Erleichterung & Freude wahrnehme, wie der Tanz in seiner Bewegungs- und Kunstform unseren Alltag wieder mit Geschichten belebt. Bewährtes gerät wieder ins Laufen (oder besser Tanzen), Neues bahnt sich einen Weg …

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Tänzerin Ina Rayher (2020, photo: Annett Walter)

Um Geschichten ging es auch in der Vergangenheit. Gerade das diesjährige Frühlingsquartal grub sich vielerorts tief in die emotional bewegten Körper ein. Während manch einer im Erdkugel behafteten Fortschreiten des Corona-Virus den Kopf schüttelte und die Welt nicht mehr verstand, forderten Andere in ihrem familiären und beruflichen Umfeld viel (und mehr als das) von sich ab. Wieder andere fanden in dieser Zeit zu mehr Gelassenheit und Ruhe, während es auch diejenigen gab, die sich längerfristig in ihr individuelles Epizentren zurückzogen.

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Tänzerin Ina Rayher (2020, photo: Annett Walter)

Auch für viele Künstler:innen im großen und kleineren Darstellungsbereich, sowie für die zahlreichen Tanzstudios und Ausbildungseinrichtungen im Lande zogen kurzfristig dunkle Existenz-Wolken auf. Doch nachdem das „Angeknockt sein“ in der ersten CV-Runde seine Wirkung verlor, gab es innerhalb kürzester Zeit einen regelrechten Kreativitätsschub und einen immensen Tatendrang:

Da wurde eine Unmenge an neuen digitalen Auftrittsformaten kreiert, Zusammenarbeiten verstärkt, sich für Kunst als systemrelevante Sparte engagiert, Einblicke in Probeprozesse gewährt, Online-Tutorials aus dem Tanzboden gestampft, Live-Klassen ins Leben gerufen, ganze Ausbildungs- bzw. Studienpläne umgeschrieben … Es waren umfängliche Prozesse, die in Gang gesetzt wurden und die anhaltend Geschichte schreiben.

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Tänzerin Ina Rayher (2020, photo: Annett Walter)

In meinem persönlichen Umfeld verspüre ich nun, dass viele Menschen wieder mehr tanzen sowie ihren Gefühlen, Empfindungen und Fragen verstärkt Bewegungs- und Ausdrucksraum geben wollen. Aber es gibt auch die Stillen, die ruhig Bleibenden, die auf ihre Art ihrem Lebensgefühl einen Ausdruck verleihen und ihren Focus neu ausrichten. Ich wünsche mir gerade, aber nicht nur in diesen Zeiten sehr, dass jeder seiner inneren Stimme folgt und mit dem (künstlerischen) Herzen bei dem ist, was er gerade tut und wo auch immer er sich gerade befindet 😉

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Tänzerin Ina Rayher (2020, photo: Annett Walter)

Nun aber genug der Vorrede. Tanz(kunst), Performance und Bewegung stehen ab heute wieder im Mittelpunkt dieses Blogs. Ich freue mich sehr und danke euch, dass ihr – liebe Leser:innen – mir anhaltend eure mitlesende Aufmerksamkeit schenkt.

In diesem Sinne:

Dance On!

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Tänzerin Ina Rayher (2020, photo: Annett Walter)

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