Veranstaltungstipp: Das Urban Collective & der Kultfotograf Ren Han

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Begibt man sich im „Netz der Netze“ auf Spurensuche nach dem chinesischen Künstler Ren Hang, so ist es die Explosivität seiner Fotografien, die einen in ihren Bann schlägt. Das Sujet ist augenscheinlich der (nackte) Mensch in seiner Einzigartig- und Vielschichtigkeit, in seiner Verzagt- und Verwegenheit, mit all seiner Lust, seinen Sinnen und seinen ihn (an)treibenden Sehnsüchten. Ren Han’s Fotos sprechen eine klare Sprache und sind doch zugleich auch verwirrend poetisch. Aus ihnen heraus scheinen sich kleine Geschichten im Geiste des Betrachters zu entwickeln, ein dieser oder jener emotionaler innerer Ankerpunkt ist dabei nicht ausgeschlossen.

Ren Hang galt als Kultfotograf, porträtierte auf neugierige, humorvolle und ideenreiche Art und Weise die chinesische Jugend auf ihrem Weg der eigenen Suche, die zugleich auch seine eigene Suche nach dem Wie des Ausdrückens war. Hang, ein sensibler Beobachter seiner Zeit, stand dabei häufiger im Focus der staatlichen Zensur, mehrmalige Haftantritte eingeschlossen. Im Februar dieses Jahres schied Hang, knapp 30jährig, aus dem Leben.

Das Leipziger Museum der bildenden Künste (MdbK, Katharinenstr. 10, 04109 Leipzig) widmet sich seit kurzem in einer umfassenden Museumsausstellung dem Werk des Künstlers. Im Rahmen der Exposition, die noch bis zum bis zum 07.01.2018 erlebbar ist, können genreübergreifend Interessierte am Sonntag, den 12. November 2017 einer ganz besonderen Veranstaltung beiwohnen:

Unter dem Titel „The Writing of Physical Heaven“ wird es ab 15 Uhr zunächst eine zweisprachige Führung (chinesisch/englisch) mit Hang Su durch die Bilderwelten von Ren Hang geben. Ab ca. 16 Uhr gesellt sich dann – als performativer Wegbegleiter – das Urban Collective aus Leipzig hinzu, deren kollektiv tanzende Mitglieder für ca. 90 min in die Bilderwelten des Fotografen und Poeten eintauchen, sie in eine physische Bewegungssprache transferieren bzw. eigene Impulse zu den ausgestellten Fotos setzen werden … Wir dürfen gespannt sein, keine Frage.

Für weiterführende Informationen zur aktuellen Ausstellung, die in Kooperation mit Ostlicht Wien realisiert wird, empfehle ich euch die Seiten des MdbK.

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