Alternative Tangomusik: Lhasa de Sela

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Dank der Leipziger TangoTage habe ich mich unlängst an die Musik von Lhasa de Sela, einer Sängerin mit US-amerikanisch-mexikanischen Wurzeln, erinnert. Ihre weltumspannenden Töne sind mir vor vielen Jahren an der Rostocker Waterkant zugeflogen, als wir des Abends in einer inspirierenden Freundesrunde uns gegenseitig Songs mit einer persönlichen Bedeutung vorspielten.

Ich kann nicht mehr genau sagen, welche Kantate von Lhasa es war. Eines aber ist sicher: Es war ihr erstes Album „La Llorona“, das bereits 1997 erschienen war. Die Töne hallten durch das Wohnzimmer und ihre Art zu singen ging mir damals durch Mark und Bein. Da war das Timbre einer großen, manchmal rauen, manchmal zerbrechlichen Stimme. Da war das songliche Changieren zwischen den Sprachen (englisch, spanisch & französisch). Und da schwang eine große Melancholie und Tiefe, ein Bewegt-Sein zwischen den Welten mit.

skizze-tanzstation-2013

Tanzstation (Skizze 2013)

Was ich damals noch nicht wusste war, dass ihre Musik auch von Tangotänzern verehrt und alternativ tanzcelebriert wird. Stücke wie „De cara a la Pared“ und „El Desierto“ gehören dabei eher zu den Takt-Klassikern, während der Song „Floricanto“ einer besonderen Taktgebung des Tango folgt.

Die begnadete Musikerin und Globetrotterin Lhasa de Sela verstarb im Jahr 2010 in Montreal – mit nicht einmal 38 Jahren – leider viel zu früh. Was bleibt sind ihre kraftvollen, poetischen und zu Herzen gehenden Songs wie „My name“ von ihrem zweiten Album „The living road“ (2003).

 

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