Avantgardist des DANSE VERTIKALE

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Die französische Compagnie Retouramont gilt als Wegbereiter auf dem Gebiet des in der Luft stattfindenden Vertikal-Tanzes. Begründer des in Charenton-le-Pont beheimateten Ensembles ist Fabrice Guillot. Früher selbst passionierter Kletterer, kam er vor einigen Jahren auf die Idee, seine Leidenschaft mit der Kunst zu verbinden.

Basierend auf der Vielfalt der erfahrenen Bewegungen am Felsen hat er mit seinen Tänzern ein umfangreiches Bewegungsrepertoire in der Senkrechten erarbeitet. Mit diesem werden sowohl öffentliche Räume als auch lauschige Innenbühnen, Naturstätten wie zeitgenössische Architekturen oder Denkmäler vertikal erkundet. Die Tänzer agieren dabei an langen Seilen. Dass die zwischen Himmel und Erde stattfindende Kunst dabei zu 100 Prozent abgesichert sein muss, versteht sich von selbst.

Die derart entstehenden Vorführungen der Compagnie sind spektakulär, schwindelerregend und faszinierend zugleich. Sie erfordern ein hohes Maß an Konzentration und partnerschaftlichem Timing, das Ganze gepaart mit mal sinnlicher, mal akrobatischer Körpersprache. Dem Zuschauer erscheinen die Darbietungen traumhaft, ja fast meditativ. Leicht und schwerelos bewegen sich die Akteure in der Vertikalen. Ihre Bewegungen in den Höhenräumen oder an den Oberflächen werden zwar in Echtzeit ausgeführt, unterliegen jedoch – durch das hin- und herpendelnde Trageseil – einer Verzögerung. Es ist als würde Zeit gedehnt … oder … als hätte man mehr Zeit zum Staunen …

Mit der Performance „Environnement Vertikal“ an der Außenfassade des Staatstheaters Oldenburg eröffnete die Compagnie Retouramont unlängst die 13. Internationalen Tanztage der Stadt und weihte damit zugleich den neuen Turm, der die Fassade des Theaterhauses ergänzt, künstlerisch ein.

Und – neugierig geworden? Wer in die choreographischen Arbeiten des Ensembles hineinschnuppern möchte, der sollte sich den Trailer „Bande annonce de la Résidence Retouramont“ anschauen. Zudem empfehle ich euch noch ein Video, in welchem das Oxford Castle als zu erkundender Bühnenraum in der Vertikalen betanzt wird.

Na dann, Traumleinen los …

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